FAKEBOOK FRIENDS

 

Was habe ich mich vor knapp 7 Jahren gefreut, als ich plötzlich all die Nasen bei Facebook gefunden habe, die ich seit dem Abitur drei Jahre zuvor nicht mehr gesehen hatte. Es war ein gutes Gefühl mit ihnen zumindest bei Facebook “befreundet” zu bleiben, obwohl ich nicht behaupten würde, dass ich während der Schulzeit hätte irgendwie wissen wollen, was Roland und Andi1 so in ihrer Freizeit machten.

Ich glaube damals fing dann eben auch der Begriff “Freund” an zu verwässern und mittlerweile ist ja jeder dein “Freund” den man mal bei einer Party in der Schlange vor dem WG-Klo getroffen hat. Die Frage ist, ist das schlimm? Eigentlich nicht, man bleibt halt in Kontakt und gegebenenfalls hat man gleich eine kaufkräftige Gruppe die man bei Facebook mit Werbung zuballern kann, wenn man ein neues Produkt auf den Markt bringt.2

Unangenehm wird es erst, wenn Menschen die einem eigentlich ziemlich schnurz sind die Lebenszeit stehlen ohne das man es bewusst wahrnimmt. Man meint auf alle Facebook, Instagram und Twitter-Nachrichten antworten zu müssen und wen vergisst man dann vor lauter Online-Small-Talk?! Die Omi! Deshalb unser Tipp für die Adventszeit: Nur noch jeden zweite Social-Media-Nachricht beantworten und dafür mal wieder die Omi in der Gegenwart abholen und mit ihr in die Vergangenheit abtauchen. Qualität vor Quantität, nicht nur bei Schuhen, sondern eben auch bei der Kommunikation in der Generation Y.3

1 Namen wurden aus redaktionellen Gründen nicht geändert.

2 Kenne ich nur vom Hörensagen

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