SHARE THE MEAL

 

Im Apple App Store gibt es knapp 1,4 Milliarden Apps. Davon waren bisher gefühlt 10 Apps sinnvoll, aber seit ein paar Monaten ist noch eine elfte Pflicht-App dazugekommen und die heißt SHARE THE MEAL.1
Das Konzept ist denkbar simple, du drückst auf das Display deines Smartphones und spendest einem Kind in Syrien oder irgend einem anderen Krisengebiet der Welt für einen ganzen Tag die Mahlzeiten. Das ganze kostet dich dann 40 Cent und ist innerhalb von 5 Sekunden erledigt. Du bekommst auch direkt eine Meldung, wie dein Geld genau verwendet wurde.

Das Neue an der Idee ist im Grunde nur die extrem vereinfachte Transaktion. Als kleines Unternehmen mit Produktion in Südamerika stellen wir häufiger fest, wie viel aufwendiger ein ganz alltäglicher Vorgang werden kann, wenn er einmal um die halbe Welt gehen muss. Da kann zum Beispiel schon eine einfache Überweisung zum Mammutprojekt werden und einen locker 50-60 Euro kosten. Firmen wie PayPal und jetzt auch TransferWise2 haben das Problem schon länger auf dem Schirm und stellen entsprechende Produkte zur Verfügung, um den Prozess zu vereinfachen und die Kosten deutlich zu senken. Das hilft natürlich auch Produkte, wie z.B. unsere Schuhe im GENERATION Y SHOP, zu günstigeren Preisen anbieten zu können bzw. überhaupt erst wirtschaftlich zu machen. “Etwas” größere Unternehmen wie beispielsweise Amazon oder Ebay profitieren extrem von Impulskäufen, die man nun ganz bequem in wenigen Sekunden vom Smartphone aus tätigen kann. Warum also nicht auch mal Impuls-Hilfe leisten, wenn einem gerade etwas tolles widerfahren ist und man seine Freude teilen möchte?

Die Hemmschwelle 40 Cent per Knopfdruck zu überweisen ist denkbar gering. Man kann nur hoffen das sich noch weitere non-profit Organisation diese Praktik abschauen. 

Heute Nachmittag saß ich mit Freunden zusammen auf der Terrasse und habe von der App erzählt. Ein Kumpel meinte spontan “D.h. wenn ich mit dem Rauchen aufhören würde, dann könnte ich mindestens 4 Kinder vorm Verhungern bewahren?!”. Ja, so ist das laut dem “World Food Programme” und ich finde die Message ziemlich stark. Mit SHARE THE MEAL legen uns die App-Entwickler somit die Entscheidung im wahrsten Sinne des Wortes in die Hand: eine Tafel Schokolade / Packung Zigaretten etc. oder doch 3-4 Kindern den Tag retten? Die Entscheidung sollte eigentlich nicht ganz so schwer fallen, auch vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise.

Natürlich kommt jetzt schnell das Argument, dass Essen spenden alleine keine langfristige Lösung sein kann und davon sind wir auch überzeugt, deshalb haben wir ja erst das Konzept für den GENERATION Y SHOP entwickelt. In einigen akuten Situationen ist eine kurzfristige Hilfe jedoch weiterhin das Einzige was wirklich Menschenleben rettet und deshalb ist SHARE THE MEAL für uns die App des Jahres 2015.

Sharing is caring.

1 www.sharethemeal.org

2 www.transferwise.com